#nofastfashion – DIY!

Ich bin bei Lisa von mein Feinstaub auf eine wunderbare Challenge gestoßen, an der ich mich gern beteiligen möchte: DIY dont Buy!

Ich versuche, unser Leben ein klein wenig nachhaltiger zu gestalten. Das Nähen hilft mir dabei. Heute erzähle ich euch noch genauer, was mich antreibt, und orientiere mich dabei an Lisas Fragen. Die Fotos sind klickbar. Viel Spaß!img_2201

Warum ist es dir wichtig, ein Jahr auf den Kauf von FastFashion zu verzichten?

Mich bewegen die gleichen Gründe wie so viele andere: Die Produktionsbedingungen, die Schnelllebigkeit und natürlich auch der Umweltaspekt. Freunde von mir hegen enge Beziehungen nach Afrika. Und es ist einfach Wahnsinn, welche Kleiderberge sie dort gesehen haben. Ganze Ladeninhalte landen dort mehrmals pro Jahr, weil die Kollektion nicht mehr aktuell ist. Dies versetzt natürlich jedem regionalen Hersteller den Todesstoß.

Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was nach Ende der Saison mit den Sachen passiert, die trotz Sale in den Läden hängen bleiben. Es gab sogar einen Bericht darüber, dass HuM Kleidung überschüssige Kleidung verbrennt, weil es so am günstigsten ist.

Ich finde es furchtbar, dass das Handwerk des Nähens und die Produkte, die es hervor bringt, nicht mehr geschätzt werden. Dies spiegelt sich in dem Umgang mit den Nähenden sowie mit der Kleidung wieder. Ich denke der Ansatz, wenig und teuer, aber dafür gut, sollte wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Es ist aber unbequem und nicht immer leicht, sparsam zu sein, zu warten und sich dann nur einmal pro Jahr neue Kleidung kaufen zu können. Genauso wie beim Fleischkonsum. Es muss immer verfügbar und darum billig sein. Es ist das gleiche Prinzip wie in der Bekleidungsindustrie. Aber ich schweife ab.img_2654Neben all diesen offensichtlichen Aspekten missfällt mir vor allem, dass die Meinung weit verbreitet ist, man könnte sich guten Stil erkaufen, indem man alles trägt, was zur Zeit angesagt ist. Dem ist aber nicht so, denn nicht jedem steht alles. Und was habe ich davon, dem neuesten Trend nachzueifern, wenn ich darin ganz furchtbar aussehe?

Die Modeflüsterin hat eine großartige Wissensammlung mit Tipps und Tricks für viele verschiedene Figurtypen. Diese Seiten kann ich wirklich allen nur ans Herz legen. Und ich habe für mich beschlossen, eine stilvolle, aber zeitlose Garderobe aufzubauen, die mir steht und gut passt, und diese dann durch einzelne It-Pices zu ergänzen. Und diese am liebsten GOTS zertifiziert, Bio oder selbst gemacht.img_4815

Erzähle von dir und stelle dich vor: Warum ist dir das Thema ein Anliegen?

Ich habe zwei Kinder und dementsprechend interessiert es mich sehr, wie die Welt in mehreren Jahrzehnten aussehen wird. Auch habe ich schreckliches Mitleid mit den Menschen und besonders den Kindern, die in den Sweatshops arbeiten müssen. Ich versuche, einmal am Tag dankbar zu sein für das, was wir haben. Und ich versuche, dies dann dementsprechend zu schätzen.

Ich hatte nach der Schule überlegt, Modedesign oder Modejournalismus zu studieren. Dann dachte ich jedoch, dass man sich doch etwas Ernsterem, Wichtigerem widmen müsste. Ich entschied mich dagegen. Heute verstehe ich, dass Mode und Wirtschaft, Politik und soziales Engagement keine Gegensätze sind, sondern Hand in Hand gehen.

Mode ermöglicht es mir, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und gleichzeitig etwas zu bewegen. Nämlich dadurch, wie ich konsumiere, oder indem ich selbst produziere.img_3525

Wie hast du dich zu der Entscheidung durchringen können?

Das war nicht schwierig, da ich kaum Kleidung kaufe. Zuletzt, als ich vor sechs Monaten anfing zu arbeiten. Dann zwar eine ganze Menge, aber diese Sachen trage ich auch. Ich bin eine recht sichere Käuferin und dann auch bereit, mehr Geld für ein Kleidungsstück auszugeben. In der Regel lohnt es sich für mich, den ich lebe nach der „Cost per Wear“ Devise.

Trotzdem möchte ich meinen Konsum in Zukunft noch achtsamer gestalten. Falls ich mich doch mal in ein Kleidungsstück verliebe, so muss es, wie bei Lisa, Bio oder GOTS oder Second-Hand sein. Auch wenn die Kinder mal etwas dringend oder plötzlich brauchen, werde ich sie nicht erfrieren lassen. Bei den Kleinen ist es etwas schwieriger, weil sie tatsächlich schnell wachsen und plötzlich einfach mal der halbe Schrank zu klein sein kann.

Ich will aber versuchen, selbst zu machen und langfristig zu denken. Und falls ich konsumiere, achtsam und fair konsumieren. Darum #nofastfashion.img_3072

Wie lange nähst du schon und wie schätzt du dein Nählevel ein?

Ich nähe aktiv und intensiv seit dem Jahr 2016. Vorher hab ich maximal Gardinen gekürzt und dabei meine alte Nähmaschine verflucht. Ich würde sagen, ich bin ein fortgeschrittener Anfänger.img_2312

Wo siehst du dich Ende des Jahres nähtechnisch?

Erstmal hoffe ich, dass ich überhaupt Zeit zum Nähen finde. Sonst muss ich in diesem Jahr quasi nackt enden 😀 Aber beruflich steht so viel an, dass ich schauen muss, wie ich mein Hobby unterbringen kann.

Ich hoffe, dass ich mehr die Lücken in unserem Schränken erkennen und praxisorientiert nähen kann. Definitiv will ich mehr Basics selbst machen. Öfter gebe ich außergewöhnlichen Modellen den Vorzug, aber habe dann keine Kombinationsmöglichkeiten.

Außerdem hoffe ich, dass ich endlich besser mit Nicht-Dehnbaren Stoffen werde. Da fehlt mir noch einiges an Erfahrung.

Und zuletzt hoffe ich, dass ich geduldiger beim Nähen werde. Manchmal überkommt es mich, und ich beeile mich dann und wünschte, es würde schneller gehen. img_4325

Was denkst du, wie sich deine Einstellung zu Konsum ändern wird? 

Ich weiß es nicht. Aber ich bin gespannt!

Danke an Lisa für diese tolle Aktion! Wie seht ihr das Ganze? Seid ihr auch dabei?img_2902

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